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Auch im zweiten Aufeinandertreffen den Kürzeren gezogen

Viel vorgenommen hatten sich die Rockets vor dem Rückspiel gegen den Favoriten aus Nordhessen. Und die äußeren Umstände waren auch angerichtet für ein Spiel, bei dem die Raketen ein Feuerwerk entzünden wollten. Das Wetter spielte mit, wenn auch etwas zu windig, und rund 350 Zuschauer kamen am Pfingstsamstag zum zweiten Heimspiel der Offenbacher.

Im Rückspiel gegen die Kassel Titans unterliegen die Rhein-Main Rockets kämpferisch mit 12:20 aber zeigen weiterhin individuelle Defizite auf

Aber das Spiel begann eher schleppend und geprägt von defensivem Football. Beide Mannschaften ließen der gegnerischen Offensive nicht viel Raum und so spielte sich das Geschehen eher fern der Endzonen ab.

Ein Field Goal Versuch der Gäste aus Kassel aus gut und gerne 50 Yards war zu kurz. Eventuell spielte hier auch der Wind eine Rolle. Dennoch war es bis dahin im ersten Viertel die einzige Chance auf Punkte, die nicht genutzt werden konnte.

Erst im zweiten Viertel sollte es Punkte geben.

Erneut waren es die Gäste, die sich mit einem Field Goal die ersten drei Punkte holen wollten. Doch die Abwehr der Rockets zündete und konnte den Schuss blocken. Aber der freie Ball konnte von den Gästen aufgenommen und tatsächlich bis in die Endzone zu einem Touchdown getragen werden. Hier wurde der überraschende Moment und die Unsortiertheit in der Verteidigung gnadenlos ausgenutzt. Der Extrapunkt war Formsache zum 0:7.

Wenig später, als die Gäste wieder in Ballbesitz waren, konnten sie erneut auf eine nicht ganz sortierte Abwehrreihe der Rockets setzen, die einen Receiver fast ungedeckt ließ. Dieser entkam seinen Bewachern und konnte ungehindert in die Endzone laufen. Doch dieses Mal misslang der Versuch für weitere Punkte.

In dieser Hälfte sollte auch nicht mehr viel passieren, so dass es mit dem 0:13 in die sonnige Halbzeitpause ging.

In der zweiten Hälfte kämpften die Rockets, scheiterten jedoch häufig an individuellen Fehlern und Missverständnissen, die sogar zu Interceptions, Fumbles und unnötigen unvollständigen Pässen führten.

Dennoch gab es Erfolgserlebnisse für die Hausherren: dem ersten Touchdown ging ein gesicherter Fumble voraus, aus dem ein wundervoller langer Pass auf den Receiver geworfen wurde. Gefangen, Endzone – Touchdown! Nur noch 6:13; leider blieben auch hier weitere Punkte auf der Strecke.

Die Fehlerquote blieb leider bestehen und mündete in einem Fumble an der Endzone von Kassel, welcher zum Ballbesitz für die Gäste führte. Der Spielzug aber ging weiter und endete in einem Touchdown, da der ballführende Spieler nicht gestoppt werden konnte. So gab es anstatt Punkte für die Hausherren ein Gastgeschenk nach Nordhessen.

Es wunderte nicht, dass sich nun innerhalb der Reihen der Raketen Unmut breitmachte. Dennoch wurde dieser abgeschüttelt und es gab tatsächlich noch einen weiteren Touchdown, den der Quarterback selbst erlaufen konnte. Doch am 12:20 konnte nicht mehr viel gerüttelt werden, da die Zeit hinten raus weggelaufen war. Ein On-Side Kick misslang und die Gäste aus Kassel brauchten den Sieg nur noch abzuknien.

Somit müssen sich die Rockets den Nordhessen aus Kassel erneut geschlagen geben, wenngleich sie sich in diesem Spiel eher selbst geschlagen haben. Dennoch Gratulation an den Gast aus Kassel.

Thorsten Kruppka, 1. Vorstand der Rockets, wollte zum Ergebnis und zum Spiel keinen Kommentar abgeben. Die einzigen Worte, die er fand, waren: „verlorenes Spiel, individuelle Fehler, enttäuschte Spieler.“

Dafür fand Holger Gräcmann, Head Coach der Rockets, sehr direkte Worte: „Das ist jetzt die dritte unnötige Niederlage in Folge. Wir haben jetzt zum Glück ca. sieben Wochen Zeit bis zum nächsten Spiel. Diese Zeit werden wir intensiv nutzen um alle; Spieler und auch Trainer; weiter auszubilden und voran zu bringen. Natürlich muss es jetzt nach dieser Serie Änderungen geben, die ich eigentlich nicht vornehmen wollte. Aber, wie alle sehen konnten, müssen diese nun getätigt werden. Wir werden beim Spiel in Hanau am 4.8. eine andere Mannschaft auf dem Platz sehen.“